Wie bei FinkTeam üblich, wurde auch der Tiefmitteltöner der Borg speziell für diesen Einsatz entwickelt und gefertigt.

260 mm (10 ¼‘’) große Tiefmitteltöner sind sehr selten anzutreffen – und ihre saubere Ankopplung an den Hochtöner ist nicht eben trivial. Aber das FinkTeam beschreitet gern ungewöhnliche Wege: Technische Herausforderungen dieser Art zu lösen erfordert aber ein wenig mehr Zeit – doch die lohnt es, denn die Vorteile eines 260 mm-Tiefmitteltöners wird man – einmal gehört – nicht wieder vergessen. Seine Dynamik und Natürlichkeit bei der Wiedergabe von Stimmen ist einzigartig und seine dröhnfreie Klangfülle steht einem gut abgestimmten System bestens zu Gesicht. Kleinere 2-Wege-Systeme klingen dagegen saft- und kraftlos.

Der Tiefmitteltöner der Borg ist ähnlich konzipiert wie das Basschassis der WM-4: eine Sicke mit geringer Hysterese (sieht aus wie ein Treiber für professionelle Beschallungssysteme), eine große 75 mm-Schwingspule für bessere Kontrolle und Belastbarkeit sowie eine leichte, steife Papiermembran.

Selbstverständlich enthält er auch alle weiteren für das FinkTeam charakteristischen Konstruktionsmerkmale: so auch einen Aluminium-Kurzschlussring am Polkern, um durch die Positionsänderung verursachte Induktivitätsschwankungen und die Modulation des Magnetfelds durch wechselnden Schwingspulenstrom zu minimieren.

Der Aluminium-Druckgusskorb ist großflächig belüftet um die Luftgeschwindigkeit niedrig zu halten, was Verzerrungen und Kompressionen reduziert. Das gilt ebenso für den Schwingspulenträger.

All das führt zu einem Chassis mit großem Dynamikumfang, geringen Verfärbungen, hoher Belastbarkeit und sehr geringer thermischer Kompression.