Die meisten Lautsprechergehäuse weisen deutlich hörbare Resonanzen auf, die den Signal-Rausch-Abstand des Lautsprechers reduzieren. Das FinkTeam nimmt diesen Aspekt sehr ernst, da wir wissen, dass nur Gehäuse, die nicht mitschwingen, die Wiedergabe filigraner Details ermöglichen, die normalerweise von Resonanzen überdeckt werden. So werden Verfärbungen und Zeitfehler reduziert, die Stereoabbildung verbessert und das Ermüden der Hörer verhindert.

Die unteren und oberen Gehäuse der WM-4 sind unterschiedlich ausgelegt, entsprechend des Frequenzbereichs der Vibrationen, denen die jeweiligen Treiber ausgesetzt sind. Elastische Abstandshalter zwischen dem oberen und unteren Gehäuse verhindern die gegenseitige Übertragung von Vibrationen.

Die Bassbox wurde so steif wie möglich konstruiert – mit dem Ziel, Gehäuseresonanzen in den Bereich oberhalb der Übergangsfrequenz hin zu den Mitteltönern zu verschieben. Möglich wird das durch interne Verstrebungen. Deren optimale Positionen werden mittels Finite-Elemente-Analyse und per Laserinterferometrie-Messungen überprüft. Verstrebungen sollten grundsätzlich nur an definierten Stellen versteifen, da sie ansonsten Energie auf andere Teile des Gehäuses übertragen und somit das Minimieren von Vibrationen erschweren. Bei der Entwicklung der Mittelhochton-Gehäuse stand die Dämpfung der Gehäusewände im Fokus. Da es unmöglich ist, alle Biegeresonanzen der Paneele in den Bereich oberhalb des Arbeitsbereiches zu verschieben, müssen sie so gedämpft werden, dass sie nicht mehr zu hören sind. Das erreichen wir mit einem mehrschichtigen Aufbau.

WM-4 Cabinet

Strukturelle Resonanzen sind aber nicht die einzigen, die man in den Griff bekommen muss: Darüber hinaus gibt es stehende Wellen innerhalb des eingeschlossenen Luftvolumens. Diese regen die Gehäusewände an und strahlen außerdem durch die Membranen und die Baßreflexöffnung nach außen ab..

Die traditionelle Lösung ist, das Gehäuse mit einem feinfaserigen Material wie Langhaarwolle, Dämmwatte bzw. einem flexiblen oder steifen offenporigen Schaumstoff zu füllen. Diese verringern die Luftbewegung im Gehäuse, was Resonanzen reduziert. Aber da diese Dämpfung nicht nur die störenden Resonanzen betrifft, sondern alle Frequenzen, kann die Klangqualität in Hinblick auf Dynamik und Präzision beeinträchtigt werden.

Wir haben daher in der WM-4 eine andere Lösung angewandt. In das Gehäuse integrierte, exakt abgestimmte Viertelwellen-Resonatoren gleichen die Druckunterschiede aus, wie sie bei der Grundresonanz zwischen den Begrenzungen und dem Zentrum des Luftvolums auftreten. Dadurch werden die Resonanzen auch ohne großen Mengen an Dämmmaterial kompensiert